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Militärfahrzeuge auf den Autobahnen – an diesen Anblick müssen sich Autofahrer im Frühjahr gewöhnen ∙ © imago images/CTK Photo

Militärfahrzeuge auf den Autobahnen – an diesen Anblick müssen sich Autofahrer im Frühjahr gewöhnen ∙ © imago images/CTK Photo

Die USA planen im Frühjahr 2020 in Europa eine Militärübung mit rund 37.000 Soldaten aus 19 Nationen, wobei Deutschland logistische Drehscheibe werden soll. Hunderte US-Panzer werden dabei durch das Land rollen. Auch der Verkehr auf den Autobahnen ist beeinträchtigt.

Es wird ein gewaltiger Kraftakt: Die US-Streitkräfte proben mit NATO-Partnern, in kurzer Zeit enorme Kräfte für einen hypothetischen Krieg nach Osteuropa zu verlegen. „US Defender Europe 2020“ nennt sich das Großprojekt und erstreckt sich auf zehn Länder mit Schwerpunkt Polen und dem Baltikum. Ein Großteil des Kriegsmaterials kommt aus den USA und wird quer durch Europa transportiert.

Konvois befahren mehrere Routen

Voraussichtlich auf diesen Routen sollen ab Ende Januar die Militärkonvois rollen, und das vor allem nachts zwischen 22 und 6 Uhr, um die Verkehrsbehinderungen in Grenzen zu halten:

  • Nördliche Route:
    Düsseldorf – Hannover – Magdeburg – Frankfurt/Oder,
    vermutlich auf den Autobahnen A52, A2, A10 und A12

  • Südliche Route:
    Düsseldorf – Mannheim – Nürnberg – Dresden – Görlitz,
    vermutlich auf den Autobahnen A3, A67, A6, A9 und A4

Weiters ist eine Transportroute über Bremerhaven – Hannover – Frankfurt – Mannheim geplant.

Liegen Störungen auf den Autobahnen vor, erfahren es Reisende auf den ADAC Verkehrsinformationen.

Wann sind die Konvois unterwegs?

Der Hauptverlegezeitraum der US-Kräfte in Europa reicht von Februar bis Mai 2020. Der Großteil des Materials wird jedoch erst im April und Mai Richtung Osten bewegt. Während der Osterfeiertage (10. bis 13. April) soll es ruhig bleiben. Auch für den Rücktransport werden wieder Konvois rollen – im Juli soll die Militärübung abgeschlossen sein.

Tipps fürs Kolonnenfahren

Was Autofahrer beachten müssen, wenn sie auf einen (Militär-)Konvoi treffen, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Fahren im Konvoi“

Übrigens: Das Großmanöver wird auch Auswirkungen auf den Flug- und Schienenverkehr haben. Reisende sollten sich an ihre Airline bzw. an die Deutsche Bahn* wenden. Diese informieren, falls es Störungen geben sollte.

In die Großübung eingebunden sind unter anderem die Flughäfen Berlin-Tegel, evtl. Bremen, Frankfurt, Hamburg, München, Nürnberg und Ramstein sowie die Häfen in Bremerhaven, Bremen, Duisburg und Krefeld.

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