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Gellinger (CC0), Pixabay

Die Bauern haben es vorgemacht: Auch die Lkw-Branche will auf ihre Lage und ihren Stellenwert für die Wirtschaft hinweisen und bereitet eine Sternfahrt vor.

Ob es beim EU-Mobilitätspaket noch kurzfristig einen Durchbruch gibt, ist angesichts der verhärteten Fronten der unterschiedlichen Lager zurzeit eher unwahrscheinlich. Zum wohl letzten Mal, jedenfalls unter der amtierenden finnischen Ratspräsidentschaft, gibt es die Verhandlungen zum Mobilitätspaket im Trilog zwischen EU-Parlament und Rat am 11. Dezember.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) wirbt mit Nachdruck für eine praktikable Lösung, die den deutschen Mittelstand nicht weiter belastet und Sozialdumping einen Riegel vorschiebt. Andernfalls käme das die Wirtschaft insgesamt teuer zu stehen. „Wir sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft“, betont BGL-Vorstandssprecher Dirk Engelhardt gegenüber der Fachzeitschrift trans aktuell. „Ohne unsere Branche würde die Wirtschaft nicht mehr funktionieren.“

40 Lkw aus Nordrhein-Westfalen stehen bereit

Um die Bedeutung der deutschen Transportlogistik für die Versorgung der Wirtschaft und der Bevölkerung hervorzuheben, prüft der BGL kurzfristig die Organisation einer Sternfahrt nach Brüssel oder Berlin. Ein Kontingent von 40 Fahrzeugen aus Nordrhein-Westfalen steht demnach schon bereit, weitere Fahrzeuge könnten mobilisiert werden. „Der BGL kann sich mit seinen Landesverbänden vorstellen, eine solche Aktion auf den Weg zu bringen“, sagt Engelhardt. Wie sich jetzt herausstellt, wird die Sternfahrt wohl erst im ersten Quartal 2020 stattfinden. Aufgrund fehlender Genehmigungen wird eine solche Aktion wohl im Dezember und erst recht ganz kurzfristig zu den Verhandlungen über das EU-Mobilitätspaket nicht möglich sein. Erst vor wenigen Tagen hatten die Bauern mit ihrem Trecker-Konvoi nach Berlin gezeigt, wie eine Branche publikumswirksam auf ihre Themen und Nöte aufmerksam machen kann.

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